Der lionbackup-Client
Die Sicherung erfolgt über eine schlanke, in Go geschriebene Client-Software, die als quelloffener Client bereitgestellt wird.
Was der Client tut
Der Client übernimmt den gesamten lokalen Teil eines Backup-Laufs:
- Komprimieren der ausgewählten Daten,
- Verschlüsseln – bei aktivierter clientseitiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verlässt nur Geheimtext Ihr System,
- Übertragen an einen verfügbaren Citadel der gewählten Storage-Zone.
Schlägt während der Übertragung ein Endpunkt fehl, wechselt der Client selbsttätig auf einen anderen verfügbaren Citadel.
Plattformen
Der Client unterstützt Linux und Windows. Vorgebaute Binärdateien stehen zum Download bereit; der Quellcode ist öffentlich einsehbar.
Konfiguration
Für den Betrieb hinterlegen Sie in der lokalen Konfiguration:
- das projektbezogene Zugriffstoken,
- bei clientseitiger Verschlüsselung das Schlüsselmaterial,
- die zu sichernden Pfade bzw. Datenquellen.
Da der Client quelloffen ist, lässt sich nachvollziehen, wie Komprimierung, Verschlüsselung und Übertragung ablaufen – Transparenz, die zur souveränen Ausrichtung von lionbackup passt.
Ein vollständiger Ablauf vom Login bis zum ersten Lauf steht unter Erste Schritte.
Mehrere Sicherungsaufträge auf einem Rechner
Ein Projekt kann mehrere Konfigurationen haben – etwa einen täglichen Lauf für
Dokumente und einen wöchentlichen für die Datenbank. Jede Konfiguration benennt
ihren Auftrag über name::
lionbackup:
name: daily-docs
Der Name erscheint in der Ausgabe und im Namen der Logdatei
(lionbackup-<name>-YYYYMMDD.log). Mehrere Konfigurationen können sich damit
ein log_directory teilen, ohne dass ihre Zeilen in einer Datei
durcheinandergeraten. Fehlt name:, leitet der Client ihn aus dem Dateinamen
der Konfiguration ab (daily-docs.yaml → daily-docs). Es empfiehlt sich,
Dateinamen und name: gleich zu halten.
Lesefehler, Windows-Sonderordner und Ablauf-Transparenz
Seit Client v0.1.2 gilt beim Sichern:
- Windows-Legacy-Junctions (versteckte Kompatibilitäts-Verweise wie „Eigene Bilder" im Profilordner) werden immer übersprungen – sie sind systemseitig unlesbar und enthalten keine Daten.
- Lesefehler unterhalb einer Quelle (Zugriff verweigert, Datei während des Laufs entfernt) führen standardmäßig zu einer Warnung + Überspringen; am Ende meldet der Client die Summe der übersprungenen Einträge. Eine fehlende oder unlesbare Quelle selbst bricht weiterhin ab.
- Über
on_read_errorin derlionbackup.yamlist das Verhalten wählbar:warn(Default) oderabortfür den harten Abbruch beim ersten Fehler.
on_read_error: warn # oder: abort
Der Client erklärt seine Schritte („Schritt 1/3: Quellen prüfen …", „Quelle 2/5: …", Scan-Zwischenstand jede Sekunde), sodass auch bei großen Verzeichnissen sofort sichtbar ist, was gerade passiert.