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Der lionbackup-Client

Die Sicherung erfolgt über eine schlanke, in Go geschriebene Client-Software, die als quelloffener Client bereitgestellt wird.

Was der Client tut​

Der Client übernimmt den gesamten lokalen Teil eines Backup-Laufs:

  1. Komprimieren der ausgewählten Daten,
  2. Verschlüsseln – bei aktivierter clientseitiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verlässt nur Geheimtext Ihr System,
  3. Übertragen an einen verfügbaren Citadel der gewählten Storage-Zone.

Schlägt während der Übertragung ein Endpunkt fehl, wechselt der Client selbsttätig auf einen anderen verfügbaren Citadel.

Plattformen​

Der Client unterstützt Linux und Windows. Vorgebaute Binärdateien stehen zum Download bereit; der Quellcode ist öffentlich einsehbar. Zusätzlich gibt es eine grafische Oberfläche, den lionbackup wizard.

Konfiguration​

Für den Betrieb hinterlegen Sie in der lokalen Konfiguration:

  • das projektbezogene Zugriffstoken,
  • bei clientseitiger Verschlüsselung das Schlüsselmaterial,
  • die zu sichernden Pfade bzw. Datenquellen.
Open Source

Da der Client quelloffen ist, lässt sich nachvollziehen, wie Komprimierung, Verschlüsselung und Übertragung ablaufen – Transparenz, die zur souveränen Ausrichtung von lionbackup passt.

Ein vollständiger Ablauf vom Login bis zum ersten Lauf steht unter Erste Schritte.

Mehrere Sicherungsaufträge auf einem Rechner​

Ein Projekt kann mehrere Konfigurationen haben – etwa einen täglichen Lauf für Dokumente und einen wöchentlichen für die Datenbank. Jede Konfiguration benennt ihren Auftrag über name::

lionbackup:
name: daily-docs

Der Name erscheint in der Ausgabe und im Namen der Logdatei (lionbackup-<name>-YYYYMMDD.log). Mehrere Konfigurationen können sich damit ein log_directory teilen, ohne dass ihre Zeilen in einer Datei durcheinandergeraten. Fehlt name:, leitet der Client ihn aus dem Dateinamen der Konfiguration ab (daily-docs.yaml → daily-docs). Es empfiehlt sich, Dateinamen und name: gleich zu halten.

Lesefehler, Windows-Sonderordner und Ablauf-Transparenz​

Seit Client v0.1.2 gilt beim Sichern:

  • Windows-Legacy-Junctions (versteckte Kompatibilitäts-Verweise wie „Eigene Bilder" im Profilordner) werden immer übersprungen – sie sind systemseitig unlesbar und enthalten keine Daten.
  • Lesefehler unterhalb einer Quelle (Zugriff verweigert, Datei während des Laufs entfernt) führen standardmäßig zu einer Warnung + Überspringen; am Ende meldet der Client die Summe der übersprungenen Einträge. Eine fehlende oder unlesbare Quelle selbst bricht weiterhin ab.
  • Über on_read_error in der lionbackup.yaml ist das Verhalten wählbar: warn (Default) oder abort für den harten Abbruch beim ersten Fehler.
on_read_error: warn # oder: abort

Der Client erklärt seine Schritte („Schritt 1/3: Quellen prüfen …", „Quelle 2/5: …", Scan-Zwischenstand jede Sekunde), sodass auch bei großen Verzeichnissen sofort sichtbar ist, was gerade passiert.